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Stonewall II

Availability: SOLD OUT

005 Vorwort

007 Einleitung

065 1 Weiß zieht 7.b3

097 2 Weiß zieht 7.Lf4

123 3 Weiße Alternativen im 7.Zug: 7.Sbd2, 7.Se5, 7.Dc2

145 4 5.Sh3

171 5 Andere Abspiele im Stonewall

183 6 Weiß spielt frühzeitig e2-e3

206 Spielerverzeichnis

GM Jacob Aagaard ist nicht nur schottischer Nationaltrainer sondern auch ein hervorragender Schachbuchautor, man denke z.B. an sein "Verbessern Sie Ihre Variantenberechnung im Schach" oder auch "Experts vs. the Sicilian". Nun erscheint im QualityChess Verlag sein neues Buch Stonewall II. Nach Auskunft des Verlages handelt es sich bei vorliegendem Werk um eine vollständig überarbeitete und aktualisierte Ausgabe des 2001 in englischer Sprache erschienenen Titels.

Der Stonewall ist eine Variante der Holländischen Verteidigung (früher wurde er auch dem Damengambit zugeordnet) die durch den schwarzen Bauernaufmarsch c6,d5,e6,f5 charakterisiert wird. Zahlreiche berühmte Großmeister wie Botwinnik, Jussupov, Short und Barejew haben den Stonewall in der Praxis mit Erfolg gespielt und ihn mit vielen wertvollen Ideen bereichert. Es gibt aber auch Großmeister, die dem Stonewall jegliche schachliche Substanz absprechen, einer davon ist Viktor Kortschnoi ("voellig inkorrekt, kann man nur gegen Patzer spielen, der einzige Vorteil dieser inkorrekten Verteidigung liegt in dem Umstand, dass der Weisse zu vorschnellen Aktionen provoziert wird").

GM Aagaard will mit diesem Buch beweisen, dass der Stonewall alles andere als inkorrekt ist und man damit gute Resultate erzielen kann.

Das Buch ist unterteilt in sechs Abschnitte denen eine sehr großzügige Einleitung (ca. 60 Seiten!) vorgeschaltet ist.

In Kapitel 1 ( Weiß zieht 7.b3 ) empfiehlt der Autor 7 ... De7 8.Se5 Sbd7 oder auch 8 ... 0-0 um die weiße Initiative zu neutralisieren. Nach Meinung des Autors sollte Schwarz in der Lage sein, ohne große Mühen mit 7.b3 zurecht zu kommen. Kapitel 2 ( Weiß zieht 7.Lf4 ) bereitet Schwarz auch keine allzu großen Kopfschmerzen, da in der Zugfolge 1.d4 e6 2.Sf3 f5 3.g3 Sf6 4.Lg2 d5 5.0-0 Ld6 6.c4 c6 7.Lf4 Lxf4 8.gxf4 0-0 9.e3 Se4 10. Sbd2 Sd7 11.Sxe4 fxe4 12.Sd2 ( Astrom -Ulibin, Göteburg 1999 ) bisher kein weißer Vorteil nachgewiesen werden konnte. Kapitel 3 beschäftigt sich mit weißen Alternativen im 7.Zug ( 7.Sbd2, 7.Se5, 7.Dc2 ). Diese Varianten sind nicht zu unterschätzen, der Autor warnt eindringlich davor, diese Varianten als minderwertig zu betrachten nur weil sie nicht so oft in der Praxis vorkommen. Im vierten Kapitel analysiert Aagaard den gefährlichen weißen Zug 5.Sh3. Dieser Zug stellt für den Stonewall die größte Herausforderung dar. Das fünfte Kapitel untersucht andere Abspiele des Nachziehenden im Stonewall (z.B. ohne c6). Das letzte Kapitel geht auf Varianten mit frühem e2-e3 (Karpow-Variante) näher ein.

Die Aufteilung des Buches hat mir sehr gut gefallen, vor jedem Kapitel eine kurze Einleitung, am Ende eine Zusammenfassung mit ausführlichem Variantenindex plus zusätzlichen Diagrammen, die wichtige Schlüsselstellungen noch einmal aufzeigen. Eine Übersicht über die 94 im Buch vorgestellten Partien findet der Leser am Ende des Buches.

Fazit:

Ein sehr ordentliches sauberes Eröffnungsbuch das qualitativ höchst ansprechend daherkommt. Aagaard vermittelt Grundprinzipien und wichtige strategische wie taktische Aspekte der Stonewall-Formation in gewohnt angenehmer Art und Weise. Vielleicht hätte man noch ein Extrakapitel zu diversen Ablehnungen in das Buch aufnehmen können, ich denke hier in erster Linie an die Zugfolge 1.d4 f5 2.e4. Natürlich wird ein erfahrener Spieler diese mit 1 ... e6 umgehen, doch etwas unerfahrenere Spieler könnten hier schmerzvolle Erfahrungen machen. Wie ich unlängst erfahren habe, gibt es im Staunton-Gambit mit 1.d4 f5 2.e4 unter einigen Großmeistern eine noch geheime bisher nicht gespielte Variante, die Weiß deutlich im Vorteil sehen soll!

Alles in allem ein empfehlenswertes Eröffnungswerk vom "Dreamteam" QualityChess und Jacob Aagaard!

Mit freundlicher Genehmigung
Martin Rieger, www.freechess.info

005 Vorwort

007 Einleitung

065 1 Weiß zieht 7.b3

097 2 Weiß zieht 7.Lf4

123 3 Weiße Alternativen im 7.Zug: 7.Sbd2, 7.Se5, 7.Dc2

145 4 5.Sh3

171 5 Andere Abspiele im Stonewall

183 6 Weiß spielt frühzeitig e2-e3

206 Spielerverzeichnis

GM Jacob Aagaard ist nicht nur schottischer Nationaltrainer sondern auch ein hervorragender Schachbuchautor, man denke z.B. an sein "Verbessern Sie Ihre Variantenberechnung im Schach" oder auch "Experts vs. the Sicilian". Nun erscheint im QualityChess Verlag sein neues Buch Stonewall II. Nach Auskunft des Verlages handelt es sich bei vorliegendem Werk um eine vollständig überarbeitete und aktualisierte Ausgabe des 2001 in englischer Sprache erschienenen Titels.

Der Stonewall ist eine Variante der Holländischen Verteidigung (früher wurde er auch dem Damengambit zugeordnet) die durch den schwarzen Bauernaufmarsch c6,d5,e6,f5 charakterisiert wird. Zahlreiche berühmte Großmeister wie Botwinnik, Jussupov, Short und Barejew haben den Stonewall in der Praxis mit Erfolg gespielt und ihn mit vielen wertvollen Ideen bereichert. Es gibt aber auch Großmeister, die dem Stonewall jegliche schachliche Substanz absprechen, einer davon ist Viktor Kortschnoi ("voellig inkorrekt, kann man nur gegen Patzer spielen, der einzige Vorteil dieser inkorrekten Verteidigung liegt in dem Umstand, dass der Weisse zu vorschnellen Aktionen provoziert wird").

GM Aagaard will mit diesem Buch beweisen, dass der Stonewall alles andere als inkorrekt ist und man damit gute Resultate erzielen kann.

Das Buch ist unterteilt in sechs Abschnitte denen eine sehr großzügige Einleitung (ca. 60 Seiten!) vorgeschaltet ist.

In Kapitel 1 ( Weiß zieht 7.b3 ) empfiehlt der Autor 7 ... De7 8.Se5 Sbd7 oder auch 8 ... 0-0 um die weiße Initiative zu neutralisieren. Nach Meinung des Autors sollte Schwarz in der Lage sein, ohne große Mühen mit 7.b3 zurecht zu kommen. Kapitel 2 ( Weiß zieht 7.Lf4 ) bereitet Schwarz auch keine allzu großen Kopfschmerzen, da in der Zugfolge 1.d4 e6 2.Sf3 f5 3.g3 Sf6 4.Lg2 d5 5.0-0 Ld6 6.c4 c6 7.Lf4 Lxf4 8.gxf4 0-0 9.e3 Se4 10. Sbd2 Sd7 11.Sxe4 fxe4 12.Sd2 ( Astrom -Ulibin, Göteburg 1999 ) bisher kein weißer Vorteil nachgewiesen werden konnte. Kapitel 3 beschäftigt sich mit weißen Alternativen im 7.Zug ( 7.Sbd2, 7.Se5, 7.Dc2 ). Diese Varianten sind nicht zu unterschätzen, der Autor warnt eindringlich davor, diese Varianten als minderwertig zu betrachten nur weil sie nicht so oft in der Praxis vorkommen. Im vierten Kapitel analysiert Aagaard den gefährlichen weißen Zug 5.Sh3. Dieser Zug stellt für den Stonewall die größte Herausforderung dar. Das fünfte Kapitel untersucht andere Abspiele des Nachziehenden im Stonewall (z.B. ohne c6). Das letzte Kapitel geht auf Varianten mit frühem e2-e3 (Karpow-Variante) näher ein.

Die Aufteilung des Buches hat mir sehr gut gefallen, vor jedem Kapitel eine kurze Einleitung, am Ende eine Zusammenfassung mit ausführlichem Variantenindex plus zusätzlichen Diagrammen, die wichtige Schlüsselstellungen noch einmal aufzeigen. Eine Übersicht über die 94 im Buch vorgestellten Partien findet der Leser am Ende des Buches.

Fazit:

Ein sehr ordentliches sauberes Eröffnungsbuch das qualitativ höchst ansprechend daherkommt. Aagaard vermittelt Grundprinzipien und wichtige strategische wie taktische Aspekte der Stonewall-Formation in gewohnt angenehmer Art und Weise. Vielleicht hätte man noch ein Extrakapitel zu diversen Ablehnungen in das Buch aufnehmen können, ich denke hier in erster Linie an die Zugfolge 1.d4 f5 2.e4. Natürlich wird ein erfahrener Spieler diese mit 1 ... e6 umgehen, doch etwas unerfahrenere Spieler könnten hier schmerzvolle Erfahrungen machen. Wie ich unlängst erfahren habe, gibt es im Staunton-Gambit mit 1.d4 f5 2.e4 unter einigen Großmeistern eine noch geheime bisher nicht gespielte Variante, die Weiß deutlich im Vorteil sehen soll!

Alles in allem ein empfehlenswertes Eröffnungswerk vom "Dreamteam" QualityChess und Jacob Aagaard!

Mit freundlicher Genehmigung
Martin Rieger, www.freechess.info



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